Festessen leicht gemacht |

Festessen leicht gemacht

Alle Jahre wieder... und Du überlegst sicher schon, was Du für deine Lieben kochen möchtest. Hier findest Du spannende Vorschläge, wie Du ein wenig Abwechslung in die weihnachtliche Ess-Routine bringen kannst. Es gibt tolle Rezepte, die extra schnell und einfach gelingen. Und mit unserer cleveren Checkliste behältst Du selbst in der größten Hektik locker den Überblick.

TIPP

Vorbereitung ist alles

Starte entspannt und gut vorbereitet in die Adventszeit! Denn es geht nicht nur ums perfekte Weihnachts-Menü, sondern auch um Familienzeit, Besinnlichkeit und Genuss. So wird das Weihnachtsfest garantiert die schönste Zeit des Jahres.

  • Planung
    Überlege möglichst früh, am besten 4-5 Wochen vorher, wen Du zum Weihnachtsfest einladen und was Du auftischen möchtest.
  • Wunschmenü
  • Vorräte prüfen
    Checke Deine Vorräte. Kühlschrank und Gefriertruhe nicht vergessen. Was ist da? Was fehlt?
  • Einkaufliste schreiben
    Schreib eine Einkaufsliste. Haltbare Lebensmittel kannst Du einige Wochen vorher einkaufen. Nicht vergessen: Passende Getränke!
  • Gemüse, Soßen und Suppen
    Frische Lebensmittel wie Gemüse oder Soßen und Suppen kannst Du auch schon früher einkaufen. Bereite sie nach Rezept vor und friere sie ein, bis Du sie brauchst.
  • Gute Unterteilung
    Ca. 1 Woche vor dem Menü solltest Du einen Zeitplan aufstellen. Unterteile ihn am besten in: 1 Woche vorher, 2-3 Tage vorher, am Vortag/-abend, 6-8 Stunden vorher, 3-5 Stunden vorher, 1-2 Stunden vorher, 30 Minuten vorher.
  • Einplanen
    Plane auch Dinge ein, die nichts mit Kochen zu tun haben: Wohnung dekorieren, Tisch decken, Ankleidezeit, Geschenke einpacken etc.
  • Probelauf
    Die beste Möglichkeit, um sicherzustellen, dass das Weihnachtsessen gelingt, ist ein Probelauf ein paar Wochen vorher.

Gans oder Ente?

Es muss nicht immer eine ganze Gans oder Ente sein. Diese sind recht aufwändig in der Zubereitung. Viel einfacher und zeitsparender sind Keulen und Bruststücke. Wer Kalorien sparen möchte, kann einfach auf Hähnchen oder Pute umschwenken. Beide sind deutlich figurfreundlicher. Kaufe möglichst frisches Geflügel in guter Qualität und lass es küchenfertig vorbereiten. Das kostet zwar etwas mehr, dafür wirst Du aber mit geschmacksintensivem Fleisch belohnt. Das gilt übrigens auch für Schwein, Rind und Lamm.

Ente mit Rotkraut

Kein Weihnachtsfest ohne Gans: Zartes Geflügel, schön braun und knusprig gebraten, ist der Höhepunkt der alljährlichen Weihnachtsschlemmerei.

Fleisch liebt weihnachtliche Gewürze

Wenn Du Dich nicht an den großen Braten traust oder nur im kleinen Kreis isst, dann ist Kurzgebratenes perfekt. Filets von Schwein, Rind oder Lamm sollen sogar nur kurz gegart werden, damit sie schön zart und saftig bleiben. Mit Gewürzen wie Zimt, Nelke, Kardamom, Anis, Safran und Orange bekommst Du eine weihnachtliche Note. Das wichtigste ist: Übernimm Dich nicht. Lieber entspannt mit raffinierten Beilagen überraschen, als gestresst und abgekämpft den großen Braten auftischen.

Kartoffelknödel in Salbeibutter mit Birne und Rehmedallions

Besondere Gewürze für ein besonderes Aroma. Sie geben dem Genuss zum Fest eine außergewöhnliche Note – und das gewisse Etwas.

TIPP

Gulasch schon am Vortag zubereiten

Ragout oder Gulasch schon einen Tag vorher zubereiten und über Nacht ziehen lassen. Aufgewärmt schmeckt es am nächsten Tag noch viel besser!

Fleischlos bleibt auch zum Fest ein Trend

Versprochen: In der Schlemmerhochphase fällt es nicht auf, wenn Du zwischendurch ein Gericht ohne Fleisch und Fisch servierst. Tofu und Seitan offenbaren sich als kulinarische Wunderkinder. Sie können mariniert, geschmort, gebraten und gebacken werden. Sogar Rouladen können daraus geformt werden. Kombinationen mit Linsen, Nüssen und Maronen sind ideal.

Steckrübensuppe

Auch ohne Fleisch ein Fest: Himmlische vegetarische Gerichte für delikate Gaumenfreuden.

TIPP

Schon mal Austernpilze probiert?

Sie schmecken fast wie edles Kalbsschnitzel. Ihr festes Fleisch lässt sich wunderbar panieren, braten und frittieren.

Für Meeresfreunde

Die beliebtesten Fischsorten sind neben Allrounder Lachs auch Karpfen, Kabeljau, Zander, Dorade und Seelachs. Mit Pasta wird ein echtes Traum-Duo daraus. Möchtest Du Fisch nicht als Hauptgericht servieren, ist er auch als Vorspeise ideal. Mit Salat und Gemüse kannst Du bunte Spieße, Frikadellen, gefüllte Teigrollen oder sogar Carpaccio daraus machen.

Forellenfilet

Ob geräuchert, gebraten oder gebacken – Fisch lässt sich vielfältig zubereiten und ist auch zum Weihnachtsfest ein echter Genuss.

TIPP

Welcher Fisch ist der richtige für Dich?

  • Lachs
    Zartes Fleisch mit kräftigem Fischaroma. Zuchtlachs ist etwas saftiger als Wildlachs. Er ist ein Allrounder und lässt vieles mit sich machen. Nicht zu lange garen, sonst wird er leicht trocken.
  • Pangasius
    Sehr mildes Fischaroma, saftiges Fleisch, sehr wenig Gräten. Lässt sich gut braten, dünsten und dämpfen.
  • Karpfen
    Typisches, manchmal leicht dumpfiges Fischaroma. Er schmeckt pochiert als Karpfen blau, gebraten oder gedünstet.
  • Seelachs
    Sehr zartes, mildes Fleisch. Schmeckt auch Kindern. Kann gut paniert, gebraten, überbacken und gratiniert werden.
  • Dorade
    Festes, weißes Fleisch mit würzigem Geschmack. Kann prima als ganzer Fisch im Ofen zubereitet werden. Oder Filets knusprig auf der Haut braten.
  • Forelle
    Ihr Fleisch ist würzig, trotzdem sehr zart und lässt sich von Gräten befreien. Der Fisch schmeckt geräuchert, gekocht, gebraten und kann sogar gefüllt und gebacken werden.
  • Kabeljau
    Festes, aber zartes Fleisch. Perfekt zum Pochieren, Braten, Überbacken und Dämpfen.
  • Thunfisch
    Hat fast einen fleischartigen Geschmack. Festes Fleisch, das man gut braten kann.
  • Zander
    Sein mageres, zartes Fleisch ist sehr fest und hat einen dezenten Fischgeschmack. Nachteil: Viele Gräten. Lässt sich im Ganzen gut füllen, als Filet perfekt braten.

Geliebter Rotkohl? Geliebter Rotkohl!

Rotkohl-Fans, keine Sorge: Das farbintensive Kraut kommt nicht aus der Mode. Es wird aber aufgepeppt: Mit Granatapfelkernen, Ananasstückchen, Orange oder Pflaumen, Koriander oder Ingwer wird’s schön exotisch. Fruchtgelees aus Apfel, Quitte, Johannisbeere oder Himbeeren oder ein Schuss Rotwein geben ihm ein fruchtiges Aroma und einen tollen Glanz. Nüsse wie Pinienkerne, Walnüsse oder Esskastanien passen auch toll.

Rotkohl-Orangen-Salat

Rotkohl zu Gans und Knödel? Geht auch! Aber das rote Kraut lässt sich noch vielfältiger kombinieren. Neue Inspiration lässt Rotkohl in neuem Glanz erstrahlen.

TIPP

Zeit sparen bei der Zubereitung

Sicher kannst Du den Rotkohl schon am Vorabend selbst zubereiten. Musst Du aber nicht: Fertiges Blaukraut aus dem Glas kannst Du raffiniert aufpeppen und so richtig Zeit sparen.

Beilagen mal anders

Warum nicht mal ein bisschen kreativ werden. Aus Polenta kannst Du prima Taler ausstechen. Schwarzer oder roter Reis mit Piment und Nelken, Bulgur oder Couscous sind mit frischen Kräutern, Nüssen oder Rosinen und Gewürzen wie Zimt, Nelke, Ras-El-Hanout oder Harissa ein Gedicht und in nur wenigen Minuten fertig. Easy, gesund und lecker ist kleingehackter Blumenkohl als Reisersatz. Oder Du greifst zu exotischer Frische-Pasta aus dem Kühlregal. Gratins und Aufläufe, die im Ofen brutzeln, sind eine prima Arbeitserleichterung. Noch einfacher sind Pürees.

Fürs Weihnachtsmenü: Kartoffelknödel im Broccoli-Tannenbaum

Originell und abwechslungsreich – neue Beilagenideen sorgen für exklusive Menüs. Zum Fest kommt nur das Beste auf den Tisch!

TIPP

Hübsches Mini-Kartoffel-Gratin

Mini-Kartoffel-Gratin in der Muffinform machen: Kartoffeln in dünne Scheiben hobeln. Mit Salz würzen. Mit etwas Gratinkäse und Thymian in die Förmchen schichten. Mit Sahne begießen. Und im Ofen ca. 35 Minuten garen.

TIPP

Beilagen in Weihnachtsform

Benutze größere Keksausstecher, um Spiegeleier, Kartoffelplätzchen oder Pfannkuchen in eine weihnachtliche Form zu bringen.

Helferprodukte machen das Kochen zum Kinderspiel

Es ist schon lange keine Schande mehr, wenn Du ein paar vorgefertigte Produkte gewitzt aufpeppst. Aus gekauftem Kloßteig kannst Du Sterne ausstechen und braten. Knödel aus dem Kochbeutel können zur pfiffigen Vorspeise werden. Du traust Dich nicht an Soßen heran – dann nimm eine "aus der Tüte" und verfeinere sie mit Gewürzen, Früchten oder frischen Kräutern. Auch Gemüse wie Rosenkohl, Brokkoli oder edle Pilzmischungen gibt es schon fix und fertig vorbereitet im Tiefkühlregal.

Semmelknödel im Kräuter- oder Nussmantel

Schnell und einfach – auch mit wenigen Handgriffen gelingt schon ein rundum gelungenes Weihnachtsmenü.

Was machen mit den Resten?

Aus vielen Resten kannst Du bunte Aufläufe mixen. Fleischreste sind eine prima Einlage für kräftige Wintereintöpfe und eignen sich als Aufschnitt fürs Brot. Spiegelei, Tortilla und Pizza werden mit Gemüseresten viel bunter. Möhren, Brokkoli & Co. ergeben auch sämige Cremesuppen. Soßen kannst Du einfrieren und für das nächste Sonntagsessen aufbewahren. Oder noch besser: Du verwendest sie für ein großes Raclette, z.B. an Silvester.

Wildreissalat mit knackigem Gemüse

Der Rest vom Fest fein zubereitet. Unsere köstliche Resteküche hält so einige Überraschungen für Dich bereit.

TIPP

Verwendung für Soßenreste

Lasse Soßenreste zusammen mit Bratenresten lange einköcheln und mache leckeres Pulled Pork daraus.

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